Offenheit im Dialog!

Ihre Fragen zum Tierschutz

Transparenz ist uns wichtig. Auf dieser Seite haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen rund um den Tierschutz zu stellen. Dr. Heinz Schweer, Direktor Landwirtschaft bei Vion, beantwortet alle Fragen persönlich und steht Ihnen Rede und Antwort.

Dr. Heinz Schweer: Mehr Qualität gibt es natürlich nicht umsonst. Der Umbau der Ställe kostet Geld und unsere Bauern halten auf der gleichen Fläche weniger Schweine – also muss der Ertrag pro Tier erhöht werden. Darum wird bei Tierschutzfleisch ein höherer Verkaufspreis angestrebt als bei herkömmlichen Schweineprodukten.

Dr. Heinz Schweer: Tierschutzfleisch ist der Mittelweg zwischen herkömmlichem Fleisch und Biofleisch. Unterschiede bestehen in der Aufzucht und der Fütterung. Unsere Schweine aus dem Tierschutzprogramm bekommen 50 Prozent mehr Bewegungsraum und Platz im Stall sowie mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und sind verschont von körperlichen Eingriffen. Das ist ein echter Tierschutz-Mehrwert. In der Biohaltung bekommen die Tiere zusätzlich Außenauslauf, Stroheinstreu und Biofutter. Bio ist ein extrem hochpreisiger Markt, der den meisten Verbrauchern zu teuer ist. Und an diese Verbraucher richtet sich Fleisch aus dem VION-Programm „Aktiver Tierschutz“, das mit dem Tierschutzlabel der Einstiegsstufe des Deutschen Tierschutzbundes zertifiziert ist.

Dr. Heinz Schweer: Schweine, die nach den Kriterien des Einstiegsprogramms zum Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes aufgezogen werden, haben mehr Platz im Stall. Unsere Bauern mussten ihre Ställe entsprechend umbauen und haben zum Beispiel ehemalige Einzelbuchten zu Doppelbuchten umfunktioniert. Neben mehr Bewegungsmöglichkeiten haben die Tiere nun auch mehr Möglichkeiten zur Beschäftigung. In den Ställen hängen wie bei herkömmlicher Aufzucht Bälle und Ketten, aber auch Strohpellets, an denen die Tiere knabbern können.

Dr. Heinz Schweer: In unseren Ställen herrschen die gesetzlich vorgeschriebenen Hygienevorschriften, zudem werden die Tiere regelmäßig auf ihre Gesundheit untersucht. Tierschutztiere werden nicht kastriert. Auch Reserve-Antibiotika werden nicht mehr eingesetzt. Durch mehr Bewegungs- und Beschäftigungs- möglichkeiten fallen viele Nachteile herkömmlicher Schweinemast weg. Verletzungen, die sich die Tiere in der herkömmlichen Mast oft aus Langeweile zufügen, werden weniger. Wir hoffen, dass wir diese Fälle durch die optimierten Haltungsbedingungen ganz ausschließen können.

Dr. Heinz Schweer: Beim Tierschutzprogramm verringert sich die Transportzeit der Schweine um mehr als 50 Prozent. Das funktioniert, weil wir die Entfernung zwischen unserem VION-Betrieb und den angeschlossenen Landwirten in dem Programm „Aktiver Tierschutz“ minimieren. Die Transportzeiten reduzieren sich auf unter vier Stunden.

Dr. Heinz Schweer: Ja, am VION-Tierschutzprojekt sind Vertreter von Wissenschaft, Tierschutz, Landwirtschaft und Einzelhandel beteiligt. Es wird erforscht, wie sich die neue Aufzucht auf die Schweine auswirkt und ob die Verbraucher das Tierschutzfleisch als neues Marktsegment akzeptieren. Mehr Informationen dazu finden Sie in der Rubrik Wissenschaft auf dieser Website.

Dr. Heinz Schweer: Die Futtermittel sind nicht primär im Fokus des Tierschutzlabels. Mehr Anforderungen beim Futter hat Bio-Fleisch. Auch das bietet VION an, jedoch zu einem höheren Preis. Zur Zusammensetzung der Futtermittel hat sich der Tierschutzbund folgendes Ziel gesetzt: „Es soll für die Einstiegsstufe ein Verbot des Einsatzes gentechnisch veränderter Futtermittel nach Ablauf einer dreijährigen Übergangsfrist eingeführt werden.“

Dr. Heinz Schweer: Bislang sind Kriterien allein für die Mast, die jedoch den größten Teil des Lebens eines Mastschweins ausmachen, festgelegt. Der Tierschutzbund hat aber bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die Kriterien auch für die Haltung von Sauen festlegen soll. VION beteiligt sich an dieser Arbeit.

Kontakt

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Drei Programme für mehr Tierwohl

Für mehr Tierschutz:

  • Tierarzt
  • Promotion: Qualitäts- und Informationsmanagement in der Wertschöpfungskette Fleisch
  • Seit 2007 Manager bei der Vion Food Group
  • Schwerpunkte: Lebensmittel­sicherheit, Tierschutz und Veterinärangelegenheiten im Export
  • Verbandstätigkeiten: Verband der Fleischwirtschaft (VDF), International Food Standards(IFS), sowie Gremien im Qualitätssicherungsprogramm QS.
  • Promovierter Landwirt
  • Seit 2007 Aufsichtsratsvorsitzender der Vion Zeven AG
  • Seit 2007 Direktor Landwirtschaft Vion Food Deutschland
  • 1992 bis 2007 Vorstandsvorsitzender der Premium Fleisch AG Zeven und Lingen
  • Mitinitiator der Tierwohldiskussion in deutschen Fleischunternehmen
  • Promovierte Tierärztin
  • Promotion zum Thema risikoorientierte Schlachttier- und Fleischuntersuchung
  • Seit 2011 bei der Vion Food Group
  • währenddessen Forschungsprojekt an der Universität Wageningen, Niederlande
  • Schwerpunkte: Lebensmittelsicherheit, Tierschutz, Forschung
  • Promovierter Landwirt
  • Seit 2012 bei der Vion GmbH
  • 2010 – 2012 Mitarbeiter der Viehvermarktung Walsrode-Visselhövede
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Kiel mit Promotion im Juli 2010
  • Landwirtschaftliche Ausbildung: Schweinemastbetrieb, Milchvieh- und Bullenmastbetrieb