Schweine sollen für das Tierschutzlabel fit gemacht werden

Um bessere Haltungsbedingungen für Schweine geht es in einem von Vion unterstützten Forschungsprojekt mit dem Titel „LABEL-FIT“. Ziel ist es, Lösungen zu finden, wie Tierhalter zukünftig mehr Tierwohl in ihren Aufzucht- und Mastschweineställen umsetzen können. Am Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg (LSZ) in Baden-Württemberg startet das Projekt unter der Maßgabe „Schweinehaltung fit für das Tierschutz-Label: Integrierte Entwicklung von Haltungs- und Verfahrenstechnik zur Transformation konventioneller Ställe“.

Schweine sollen für das Tierschutzlabel fit gemacht
                            werden

Wir top agrar online berichtet, sollen in mehreren Teilprojekten verschiedene Tierwohl-Aspekte untersucht werden. Dazu zählen unter anderem Komfortliegeflächen und tiergerechte Beschäftigungsmaterialien, sowie die Entwicklung von technischen Verfahren, mit denen auch in Ställen mit Flüssigentmistung den Tieren Einstreu angeboten werden kann. Gradmesser für die Projektentwicklungen ist der Verzicht auf das Schwanzkupieren. Mit den Ergebnissen sollen Schweinehaltern/innen Handlungs- und Entscheidungshilfen für eine Transformation ihrer bestehenden Ställe zu mehr Tierwohl und damit zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz der Schweinehaltung angeboten werden. Vermarktungsstrategisch können Verbesserungen im Tierwohl beispielsweise durch Teilnahme an der Einstiegsstufe des Tierschutzlabels des Deutschen Tierschutzbundes eingebunden werden.

Anschließend werden die am Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg erzielten Ergebnisse hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Tierwohl und Wirtschaftlichkeit auf Praxisbetrieben überprüft. Das Projekt wird gemeinsam durch das Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg (LSZ), die Universität Hohenheim, das Friedrich-Loeffler-Institut, den Deutschen Tierschutzbund e.V. und Vion über eine Laufzeit von drei Jahren bearbeitet. Finanziert wird LABEL-FIT durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit insgesamt knapp 1,4 Mio. €.