Die Unterschiede in der Aufzucht

Schweine, die nach den Kriterien der Einstiegsstufe des Labels „Für mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes aufgezogen werden, haben vor allem eins: bis zu 50 Prozent mehr Platz im Stall. Doch es bestehen noch weitaus mehr Unterschiede zur konventionellen Schweinemast:

Stabile Preisbildung ist absolut wichtig
  • Verzicht auf Ferkelkastration
  • geringfügiges Kürzen der Schwänze
  • komfortableres Stallkonzept
  • mehr Beschäftigungsmöglichkeiten
  • kein Schleifen der Zähne
  • kürzere Transportwege

Unseren Schweine geht es besser, weil sie einfach besser behandelt und nach den Kriterien des Tierschutzlabels aufgezogen werden. Das ist nicht nur tiergerecht, sondern die Tiergesundheit macht dadurch enorme Fortschritte. Vions Partnerlandwirte erleben die Fortschritte in der Aufzucht hautnah und freuen sich über weniger Krankheitsfälle ihrer Schweine und eine entspannte Atmosphäre in den Ställen.

 

Hier finden Sie unsere wichtigsten Aufzuchtkriterien im Überblick:

Mehr Platz im Stall

Der Gesetzgeber sieht für Schlachtschweine bis 110 Kilogramm einen Platzbedarf von 0,75 Quadratmetern vor. Beim Tierschutzprogramm des Deutschen Tierschutzbundes hat ein Schwein wesentlich mehr Bewegungsraum – mindestens 1,1 Quadratmeter und oft sogar noch mehr.

Komfortableres Stallkonzept

Das Gesetz macht keine Vorgaben zur Strukturierung der Buchten. Im Vion-Tierschutzprogramm haben die Schweine so viel Platz, dass sie sich ihren Raum in einen Ruhe-, einen Mist- und einen Futterbereich einteilen können.

Mehr Beschäftigungsmöglichkeiten

Zusätzlich zu dem bisher vorgeschriebenen veränderbaren und beweglichen Beschäftigungsmaterial sieht das Vion-Tierschutzprogramm in den Ställen mindestens noch Strohpellets zum Nagen vor. Damit wird verhindert, dass die Tiere gegenseitig an ihren Schwänzen knabbern oder sich anderweitig verletzen.

Keine Kastration

Ferkel dürfen innerhalb der ersten sieben Tage ohne Betäubung kastriert werden. Unsere Landwirte verzichten gänzlich auf diesen körperlichen Eingriff und lassen Jungeber normal aufwachsen.

Kein Schwanzkupieren

Das operative Entfernen von Schwänzen ist grundsätzlich verboten, darf aber im Einzelfall bei unter sieben Tage alten Ferkeln ohne Betäubung durchgeführt werden. Das Vion-Tierschutzprogramm sieht das Kupieren nur in absoluten Einzelfällen vor, in Zukunft sollen überhaupt keine Schwänze mehr kupiert werden.

Kein Zähnekürzen

Laut Gesetz ist das Kürzen von Zähnen im Einzelfall erlaubt, aber auch nur bei unter acht Tage alten Ferkeln. Die Kriterien des Tierschutzlabels untersagen das Kürzen, in begründeten Einzelfällen dürfen die Zähne geschliffen werden.

Gesündere Tiere

Zur Tiergesundheit gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Vion allerdings erfasst die Daten zum Befund der Tiere und untersucht das Fleisch. Eine vertraglich geregelte tierärztliche Beratung auf den Bauernhöfen gewährleistet eine genauere Kontrolle der Tiergesundheit und ermöglicht ein schnelleres Eingreifen.

Kürzerer Transport

Im Vion-Tierschutzprogramm bilden unsere Landwirte und die Vion-Schlachthöfe eine regionale Einheit – nur so können wir kurze Transportwege der Schweine garantieren.

Das Wohl der Tiere steht absolut an erster Stelle. Lange Transportwege belasten die Schweine und stressen sie. Folge: Wenn die Schweine gestresst am Schlachtbetrieb ankommen, ist auch die Qualität des Fleisches beeinträchtigt. Es ist zäh und trocken und nicht lange haltbar. Die Fachbegriffe dafür sind PSE- oder DFD-Fleisch.

Laut europäischer Gesetzgebung dürfen Schweine maximal acht Stunden im Lastwagen transportiert werden. Unsere Betriebe liegen aber so nah beieinander, dass eine Transportzeit von maximal vier Stunden sichergestellt ist. In den meisten Fällen sind die Tiere sogar wesentlich kürzer unterwegs.