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Beter Leven – eine Erfolgsgeschichte für alle

Draußen war es ungemütlich kalt, regnerisch, stürmisch. Das hinderte jedoch mehr als 160 Landwirte an diesem dunklen Abend nicht, von weither nach Boxtel zu reisen. Alle diese Bauern sind Mitglieder des Erzeugerrings Good Farming Star und produzieren exklusiv für Vion Schweinefleisch, das unter dem Tierschutzlabel „Beter Leven“ in die Läden der größten niederländischen Supermarktkette Albert Heijn gelangt. Seit genau fünf Jahren.

Ein kleines Jubiläum, ein kleiner Geburtstag. Es gab wirklich etwas zu feiern. Vion wollte an diesem Abend zunächst einmal Danke sagen, aber auch in die Zukunft blicken. CEO Francis Kint begrüßte die treuen Landwirte, die 2010 begonnen hatten, ihre Tiere nach Tierschutzkriterien aufzuziehen, im neuen Vion-Verwaltungsgebäude direkt neben dem größten Schweineschlachtbetrieb des Konzerns. Er hob besonders den Mut der Landwirte hervor, damals mit der Umstellung in der Schweinehaltung zu beginnen. Zusammen mit dem holländischen Tierschutzbund Dierenbescherming und dem Händler Albert Heijn hatte Vion das Programm Beter Leven aufgelegt. „Jetzt können wir sagen, wir haben es geschafft“, so Kint.

Der Platz im Forum der neuen Vion-Hauptverwaltung in Boxtel reichte nicht aus, um allen Good-Farming-Star-Landwirten aus dem Beter-Leven-Programm Platz zu bieten. Sie verteilten sich auch auf den umlaufenden Fluren und hörten von verschiedenen Ebenen aus zu, als Vions CEO Francis Kint den Erfolg des holländischen Tierschutzlabels beschrieb und den Bauern dankte.

Anlass des Treffens waren aber nicht nur die Feierlichkeiten. Vion und Albert Heijn wollten ihre Erzeuger auf die Zukunft vorbereiten. Denn mit Beginn des Jahres 2016 hat die Supermarktkette das gesamte Sortiment von Frischfleisch bis zu Wurstwaren auf das Beter-Leven-Programm umgestellt. Für Kint ist „die Kombination von Fleisch und Wurst der kürzeste Weg zum Erfolg“. Pork-Chef Frans Stortelder sieht die Ganztiervermarktung und die jetzt 90-prozentige Nutzung der Rohware als Durchbruch, um die höheren Produktionskosten auf viele Produkte umzulegen. „Erst dadurch wird das Programm nach jetzt fünf Jahren Laufzeit rentabel“, sagt Stortelder.

Nach Ansicht Stortelders wird Vion als exklusiver Schweinefleischlieferant aus dem Tierwohlprogramm in Zukunft noch mehr Beter-Leven-Ware an Albert Heijn liefern müssen. „Die nächste Etappe wird sein, dass wir unsere bisher verarbeiteten 22.000 Schweine auf 30.000 in der Woche steigern“, so der COO Pork. Er kündigte gegenüber den Landwirten an, dass noch mehr Bauern der Good-Farming-Star-Organisation beitreten müssten, um dieses Ziel zu erreichen. „Werben Sie bei Ihren Kollegen dafür“, sagte Stortelder. „Bei uns kann man ja gutes Geld verdienen.“ Vion zahlt den Bauern für Beter-Leven-Schweinefleisch einen Aufschlag von zehn Cent pro Kilo.

Doch steht nicht nur das Geschäft im Vordergrund. Vion hat zusammen mit Albert Heijn und den Landwirten den besonders kritischen Verbraucher im Blick, der eine immer größere Transparenz in der Nahrungsmittelproduktion fordert. Albert Heijns Frischeeinkäufer Erik Kieftenburg formulierte denn auf den Punkt, was das Ziel der Ausweitung des Schweinefleischprogramms auf Wurstwaren ist: „Wir wollen gemeinsam die vertrauenswürdigste Lebensmittelkette des Landes aufbauen.“